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Flächen verpachten in Baden-Württemberg

Von den Obstanlagen am Bodensee bis zu den Weinbergen am Kaiserstuhl: In Baden-Württemberg prägen Sonderkulturen und viele kleine Betriebe den Pachtmarkt.

Dieser Ratgeber gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung. Ob und bis wann du einen Vertrag anzeigen musst, erfährst du verbindlich bei den Anlaufstellen weiter unten.

Regionen und Besonderheiten

Oberrheingraben

Beste Böden, intensive Landwirtschaft und viele Sonderkulturen.

Bodensee

Der Obstbau prägt die Region, gute Lagen sind sehr gefragt.

Kaiserstuhl und Markgräflerland

Weinbau in bekannten Lagen. Für Rebflächen gelten eigene Regeln, etwa zu den Pflanzrechten.

Schwäbische Alb

Eher extensive Nutzung mit viel Grünland.

Hohenlohe und Taubertal

Gemischte Landwirtschaft mit Ackerbau und Viehhaltung.

Hopfen, Spargel und Streuobst

Um Tettnang wird Hopfen angebaut, in der Rheinebene Spargel. Streuobstwiesen werden meist extensiv verpachtet und sind förderfähig.

Agri-Photovoltaik

Solaranlagen über Obst- und Beerenkulturen werden erprobt und vom Land gefördert.

Was beim Verpachten zählt

Anzeige bei der Landwirtschaftsbehörde

Nach dem Landpachtverkehrsgesetz werden Landpachtverträge der zuständigen Behörde angezeigt. Sie kann einen Vertrag beanstanden, etwa wenn der Pachtzins deutlich vom ortsüblichen abweicht.

Schriftlich vereinbaren

Ein schriftlicher Vertrag schafft Klarheit für beide Seiten. Für längere Laufzeiten schreibt das Gesetz die Schriftform vor.

Laufzeit wählen

Eine lange Laufzeit gibt dem Pächter Sicherheit für seine Planung. Eine kürzere lässt dir öfter Raum, den Pachtzins anzupassen. Für Dauerkulturen wie Obst und Wein sind lange Laufzeiten üblich.

Pachtpreis einschätzen

Der Preis hängt vor allem von Bodenqualität, Lage, Zuschnitt und Nachfrage in der Region ab. Die Bodenpunkte aus der Bodenschätzung stehen im Liegenschaftskataster.

Sondernutzungen regeln

Windkraft, Photovoltaik oder Ausgleichsflächen können zusätzliche Einnahmen bringen. Halte im Vertrag fest, wem diese Rechte zustehen.

Zahlung und Kündigung

Lege Zahlungstermine und die Folgen eines Verzugs im Vertrag fest. Wann und wie gekündigt werden kann, regeln der Vertrag und das Bürgerliche Gesetzbuch.

Steuern

Pachteinnahmen sind einkommensteuerpflichtig. Wer die Grundsteuer trägt, regelt der Vertrag. Für deinen Fall hilft eine steuerliche Beratung.

Anlaufstellen

  • Untere Landwirtschaftsbehörden bei den Landratsämtern, nehmen Pachtverträge entgegen
  • Regierungspräsidien, als höhere Landwirtschaftsbehörden
  • Landesanstalt LEL in Schwäbisch Gmünd, Fachinformationen zur Landwirtschaft

Häufige Fragen

Wer ist in Baden-Württemberg für Pachtverträge zuständig?

Die unteren Landwirtschaftsbehörden bei den Landratsämtern.

Was ist bei der Verpachtung von Weinbergen zu beachten?

Neben dem Pachtvertrag spielen die Pflanzrechte eine Rolle. Kläre, bei wem sie liegen und was am Vertragsende mit den Rebstöcken geschieht.

Welche Laufzeit passt zu Obst und Wein?

Dauerkulturen brauchen hohe Investitionen. Pächter wünschen deshalb lange Laufzeiten, damit sich eine Neuanlage lohnt.

Gibt es Förderung für Streuobstwiesen?

Ja, Baden-Württemberg fördert den Erhalt von Streuobstwiesen, etwa über das Programm FAKT.

Deine Fläche in Baden-Württemberg verpachten

Lege deine Flächen kostenlos an und veröffentliche ein Angebot, das Pächter in der Flächensuche finden. Oder lass iTerra als Makler einen Pächter für dich suchen: 04661 185400, info@iterra-gmbh.de.

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